Sonntag, 14. Mai 2017

Rezension | Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen | Abbildung Waxman | Rowohlt Verlag | TB | 368 Seiten | 9,99€ | ✼✼✼

Klappentext
Die Kunst, die Radieschen von oben zu sehen
Wer hat schon Lust, einen Gemüsegarten umzugraben? Lilian jedenfalls nicht. Sie hat mit ihrem Job, den kleinen Töchtern und dem Kummer um ihren verstorbenen Mann genug zu tun. Danach fragt ihre Chefin sie jedoch nicht und meldet sie beim Gärtnerkurs eines wichtigen Kunden an. Der ist gar nicht mal so unsympathisch. Und Lilian ist verblüfft, was sie da auf dem Acker alles ausgräbt: Würmer, Baumwurzeln, Plastikfeen, Unkraut, Freunde, Radieschen, einen ziemlich großartigen Mann und den Mut, sich neu zu verlieben ...

Meine Meinung:
Um es gleich von vornherein klar zu sagen: Ich fand das Buch nicht schlecht. Stellenweise konnte mich der Humor der Charaktere wirklich zum Grinsen bringen oder ich war gerührt von ihren Geschichten. Leider empfand ich den Schreibstil der Autorin jedoch häufig auch als sehr hölzern, denn wenn sie nicht gerade wirklich humorvoll war, zog sich das Buch für mich einfach in die Länge. 
Die Geschichte an sich mochte ich wirklich gern. Lilis Mann ist vor einigen Jahren bei einem Unfall gestorben und sie hat sich davon noch immer nicht erholt. Sie zieht allein die beiden Töchter groß und versucht sich durchzuschlagen. Zu ihrer Schwester hat sie eine sehr gute und innige Verbindung und die beiden geben sich gegenseitig viel Halt und Stärke. Lili ist Illustratorin bei einem Schul- und Sachbuchverlag und für diesen soll sie an einem Gärtnerkurs teilnehmen. Soweit klingt das sehr nach einem Kerstin Gier Buch, wie ich finde und das ist natürlich absolut nichts schlimmes! Ich war ein wenig verwundert, dass das ganze in Los Angeles spielt, denn es hätte fast 1:1 auch in einer deutschen Kleinstadt angesiedelt sein können (Selbst die Namen hätten gepasst.). Leider konnte Abbildung Waxman mich aber nicht so an ihre Geschichte fesseln, wie ich es mir aus diesen Parallelen erhofft hätte. Ihre Charaktere waren durchaus authentisch, vielseitig, sympathisch; ihre Handlung war durchdacht und logisch, aber so richtig konnte der Funke bei mir nicht überspringen.
Dazu sollte ich sagen, dass das Buch in dem Moment, als ich es las vielleicht auch ein wenig unfaire Bedingungen hatte, denn direkt davor hatte ich drei Bücher gelesen, die ich über alle Maßen geliebt habe. So lag meine Messlatte für dieses Buch vielleicht einfach zu hoch, doch für den Moment, war es mir einfach nicht genug.
Fazit
Wie gesagt: Ich fand das Buch nicht schlecht. Leider konnte es mich aber überwiegend nicht gerade begeistern. Ich hätte mir gewünscht, dass die Momente, in denen ich grinsen musste oder mit den Charakteren litt den überwiegenden Teil einnehmen. Denn diese Textstellen waren in meinen Augen wirklich super! Das blieb jedoch leider aus und so blieb ich leider eine Spur enttäuscht zurück.

✼ ✼ ✼

Vielen Dank an Rowohlt für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 12. Mai 2017

Leseplanung | TBR im Mai

Nachdem ich im April mit meiner Leseliste nicht sooo erfolgreich war, möchte ich das in diesem Monat versuchen ein wenig aufzuholen. Zwar werde ich in den gesamten nächsten zwei Monaten noch kaum zum Lesen kommen, ich werde allerdings versuchen mehr und mehr an meinen Listen zu bleiben.


Zunächst: Ich habe mich entschlossen, die Jahr der ersten Sätze-Challenge abzubrechen. Ich finde die Idee dahinter noch immer sehr cool, allerdings sind mir die Aufgaben zu einseitig, weshalb ich die rare Lesezeit dann lieber mit den Büchern verbringen mag, auf die ich wirklich Lust habe und/oder die noch auf meinem Rezensionsexemplar-SuB liegen, als mit Monatsthemen, die mich nur so halbwegs interessieren.

Dadurch, dass ich nur noch so wenig Zeit habe, habe ich ein relativ lockeres Buchkauf-Verbot für mich ausgesprochen, sodass mein SuB-Abbau dafür ziemlich gut voran geht :D
So kommt es auch, dass ich aus dem letzten Monat allein fünf Bücher übernehme und einige andere dazu packe, die aber auch schon recht lange auf meinem SuB verweilen

Kommen wir aber zu meiner Liste:

Gesamte Leseliste:
Water & Air
Nova & Avon
Penguin Bloom
Rebell - Gläserne Stille
Chosen - Die Bestimmte
Lügen, die von Herzen kommen
In Wahrheit wird viel mehr gelogen
Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

6/8 gelesen

Auf das ich diesen Monat vielleicht tatsächlich einmal besser vorankomme!
Allerliebst,
Mareike :)

Mittwoch, 10. Mai 2017

Lesemonat | April, April, der macht was er will...

... Ja, ja. Der April ist in diesem Jahr wirklich ziemlich eigensinnig gewesen. Zum Monatsbeginn habe ich tatsächlich noch eine Handvoll Bücher zu lesen geschafft, die letzten zwei-drei Wochen konnte ich dafür kaum mal eine Seite am Tag schaffen.
Mein Studium ist jetzt wirklich anstrengend. Ich habe alle zwei bis drei Wochen eine Prüfung, zu welcher ich alles können muss, was zu einem bestimmten Körperabschnitt gehört. Diese Menge an Informationen ist wirklich anstrengend und so bleibt eigentlich kaum noch Zeit für die schönen Sachen im Leben. Ich hoffe einfach, dass ich meine Vorklinik (erster Studienabschnitt, Regelstudienzeit hierfür zwei Jahre) so schnell wie möglich abschließen kann, denn dann habe ich nur noch ein gutes Jahr in dieser "Studienhölle" vor mir. Ich liebe mein Studium wirklich, aber es ist schon anstrengend, immer und immer wieder nichts als Anatomie (oder im nächsten Jahr dann Biochemie und Physiologie) in seinen Kopf zu hämmern. Aber nach den zwei Jahren soll alles besser werden *hoff*. ;-)

Ich bin abgeschweift - entschuldigt! Kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Posts zurück: Mein Lesemonat April. Er begann gut und ließ dann relativ stark nach, sowohl was die Bücher betraf, als auch die Quantität. Trotzdem hielt der Monat ein wahres Highlight für mich bereit. Und dazu noch ein Blog-Highlight, denn ich durfte die wunderbare Mackenzi Lee, Autorin von Cavaliersreise, interviewen! Hier könnt ihr noch einmal lesen, was sie mir alles verraten hat.

Leseplanung April:
Der Koffer
Water & Air
Nova & Avon
Paper Princess
Rebell - Gläserne Stille
Chosen - Die Bestimmte
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

3/8 gelesen

Gelesen im April:


Der Koffer - Robin Roe - ✼✼ 
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen - Abbildung Waxman - 
Hundert Namen - Cecelia Ahern - 
Vielleicht mag ich dich morgen - Mhairi McFarlane - 

Gesamt:
4 Bücher - 1696 Seiten - 57 Seiten pro Tag
3 Prints - 0 eBooks - 1 Hörbuch

Zu Der Koffer gibt es ja bereits eine Rezension (hier) und zu Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen kommt ganz bald eine. Was ich über Hundert Namen und Vielleicht mag ich dich morgen denke, erzähle ich euch aber noch in drei/vier Sätzen hier :-)

Hundert Namen ist ein Buch, das schon sehr lange auf meinem SuB lag. Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, wurde aber leider doch etwas enttäuscht. Zwar mochte ich die Grundidee hinter dem Buch, die Charaktere waren mir aber häufig ein wenig zu platt und auch der Clou des Ganzen war für mich schon so lange offensichtlich, dass ich die Protagonistin gerne das eine oder andere Mal geschüttelt hätte, um sie auf diese Offensichtlichkeit aufmerksam zu machen. Deswegen 3/5 Sternen.

Vielleicht mag ich dich morgen stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Deswegen habe ich es mir jetzt endlich mal als Hörbuch angehört und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar darf man keine große Perle der Literatur erwarten, es ist aber nett für zwischendurch und hielt mir manchen Jane-Austen/Mr-Darcy-Moment bereit! 4/5 Sternen.

Das war's dann wohl. Kennt ihr einige der Bücher? Und wenn ja, wie fandet ihr sie? Teilt ihr meine Meinung? Ich hoffe, wir lesen uns bald wieder :-)
Mareike

Montag, 8. Mai 2017

GSC | Gesammelte Schätze im April

Liebe Schatzsucher und Zitatentdecker!

Kaum zu glauben, dass schon wieder mehr als eine Woche Mai vergangenen ist. Verzeiht mir, dass ich nicht früher dazu gekommen bin, diesen Post zu verfassen und ihr somit noch nicht die Gelegenheit hattet, eure Schätze vorbeizubringen... Aber jetzt geht es los ;-) Meine Ausbeute ist dieses Mal relativ begrenzt, aber ein paar Zitate sind es trotzdem geworden.


"Er lächelt, aber ich weiß nicht, was er denkt. Nur weil jemand lächelt, heißt das nicht, dass man ihm trauen kann."
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 81

"Verrückt, auf wie viele verschiedene Arten man Menschen vermissen kann. Man vermisst all die Dinge, die diese Menschen getan haben. Man vermisst die Menschen an sich. Und man vermisst die Bedeutung, die man selbst für diese Menschen gehabt hat. Weil damals, als sie noch da waren, alles, was du gesagt oder getan hast, toll und lustig und interessant war. Du vermisst, wie wichtig du diesen Menschen warst."
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 118

"'Früher dachte ich, mit achtzehn würde alles anders sein. Du nicht? Hast du als kleiner Junge nicht gedacht, dass man dann groß und klug und stark ist? Erwachsen halt.'"
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 152

"Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch."
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 246

"Ich lächle ihn an. 'Willst du damit sagen, dass wir wie der Frühling sind? Ein Phänomen der Natur?' Er bestellte die Rechnung und lächelte zurück. 'Nein, ich will damit nur sagen, dass es vielleicht ganz in Ordnung ist, wenn die Natur hin und wieder das Sagen hat.'"
- Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen, Abbi Waxman, Rowohlt, S. 206


Soo... C'est ça. Das war's auch schon. Nun würde ich mich zu euren Zitat-Links und Meinungen zu meinen Schätzen freuen! :-)


Bis Bald,
Mareike

Samstag, 6. Mai 2017

Monatsmenschen | Was in den letzten Monaten geschah...

Hello again... Vielleicht habt ihr euch zwischenzeitlich einmal gefragt, ob ich meine Monatsmenschen-Aktion wirklich schon nach nur einem Monat aufgegeben habe (denn im Januar kam tatsächlich mein letztes Update...). Die Antwort ist: Nein! Natürlich nicht. Es war nur so, dass meine letzten Päckchen entweder sehr lange brauchten, um zu ihrem Besitzer zu gelangen, oder aber ich hatte keine Zeit für einen solchen Post. Deswegen zeige ich euch heute die letzten drei Monatsmenschen. ;-)



© Denise
Die erste, deren Päckchen ich bereits im Februar versandt habe, ist meine liebe Freundin Denise aka Taschi. Kennengelernt haben wir uns in dem Orchester, in dem ich über zehn Jahre gespielt habe und angefreundet, seit wir in dem gleichen Register saßen (Alt forever, mein Golden Oldie 😘). Inzwischen können wir uns nur noch sehr selten sehen, was aber natürlich nichts daran ändert, was für eine liebe, liebe Person sie ist! Neben unserem gemeinsamen Register hat uns schon lange v.a. eins verbunden: Unsere Liebe zu Olaf, dem Schneemann aus Frozen. Aus diesem Grunde war mir von Anfang an klar, dass dies auch etwas mit meinem Geschenk zu tun haben müsste. Deswegen habe ich mich für diese Tasse entschieden und ich war sehr glücklich, dass sie sich darüber gefreut hat. 😊
Direkt an dieser Stelle: Da mir vor Kurzem mein Handy geklaut wurde, kann ich euch leider nicht mehr die Fotos zeigen, die die Monatsmenschen mir jeweils geschickt haben, aber ich versuche es dann eben anderweitig zu kompensieren. ;-)



© Monika Schulze
Der nächste Monatsmensch war dann die liebe Monika von Süchtig nach Büchern. Sie kenne ich durch unsere Blogger-WhatsApp-Gruppe und ich mag sie wirklich sehr gerne. Da sie vor Kurzem ein Baby bekommen hat, konnte sie nicht zur Leipziger Buchmesse kommen, worüber sie ab und zu etwas traurig schien (auch, wenn der Grund dafür natürlich ein sehr schöner ist!). Aus diesem Grunde habe ich auf der Messe fleißig gesammelt um ihr mit Lesezeichen, Leseproben, Autogrammen und anderen Goodies eine kleine Freude zu machen.

© Kathi
Zu guter letzt zeige ich euch noch eine liebe Person, die damals unter meinem Instagram-Bild kommentiert hat, dass mir den Anstoß zu dieser Aktion gegeben hat: Kathi. Sie ist eine frühere Mitschülerin von mir, die sich momentan in Neuseeland aufhält. Kathi ist durch und durch ein Bauernmädchen (und das ist definitiv keine Beleidigung, Kathi ist einfach so 😅). Ihr Päckchen hatte demzufolge den wohl weitesten Weg, den ich eine Sendung je auf Reisen geschickt habe. Was darin war? Viele Kleinigkeiten, wie eben auch Lesezeichen, Süßigkeiten, ... V.a. aber die Leseproben der Königskinder zum Zweisamkeit-Programm. Das hatte folgenden Grund: Wie gesagt hält sie sich momentan in Neuseeland auf, genauer gesagt in der Nähe von Christchurch. Als ich selbst die Leseprobe las, sprang mir dabei dieser Ort in Barney Kettles bewegte Bilder von Kate de Goldi sofort ins Auge. Ich finde es immer toll ein Buch zu lesen, das an einem mir bekannten Ort spielt und so wollte ich Kathi unbedingt auf dieses aufmerksam machen.


Das war es auch schon... Zumindest für dieses Mal! Mein nächster Monatsmensch wird nämlich schon ganz bald Post bekommen, die ersten Sachen liegen schon zum Verpacken bereit. 😏 Ihr dürft gerne raten, wen ich als nächstes beschenke...

Habt noch ein schönes Wochenende!
Mareike

Donnerstag, 4. Mai 2017

Tag | "Auf immer gejagt"

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, ich weiß... Ich habe schon viel zu lange nichts mehr gepostet und das tut mir auch ehrlich und aufrichtig leid! Ich hoffe, dass ich mir im restlichen Semester meine Zeit besser einzuteilen schaffe, als ich es in den letzten vier Wochen getan habe, aber ich kann nichts versprechen. Tatsächlich habe ich gestern zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder einen Nachmittag gehabt, an dem Lesezeit war. Zum Bloggen kam ich leider gar nicht, denn mein Studium vereinnahmt mich momentan doch sehr. Ich gebe aber mein Bestes, dass ich nicht wieder eine mehrwöchige Pause einlegen muss.

© Carlsen

Heute habe ich etwas ganz besonderes für euch: Ute und Ramona, die lieben Menschen aus dem Carlsen Verlag, die für Blogger zuständig sind, haben einen ganz tollen Tag ins Leben gerufen, der sich gewissermaßen auf eine Neuerscheinung dieses Verlags bezieht, Auf immer gejagt von Erin Summerill. Auch, wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob das Buch was für mich ist, finde ich den Tag so super, dass ich trotzdem mitmachen möchte. Deswegen, legen wir gleich mal los. ;-) Das ursprüngliche Video gibt es übrigens hier zu sehen, mit den Antworten von Ute und Ramona.

© Carlsen
Oh, das ist mal wirklich eine spannende Frage! Ich habe oft das Gefühl, dass die Charaktere, die am stärksten auftreten, oft ziemlich einsam sind, selbst dann, wenn sie eigentlich von Menschen umgeben sind. Und irgendwie trifft das nicht nur auf Figuren zu, sondern auch auf die reale Welt. Aber davon einmal abgesehen: Die erste Heldin, die mir bei dieser Frage in den Sinn kommt, ist Felicity aus Cavaliersreise. Sie ist ihrer Zeit so weit voraus und ihre Wünsche sind gesellschaftliche No Go's, was sie irgendwie überall zur Außenseiterin macht, bis ihr Wissen und ihre Intelligenz mit einmal gefragt werden. Ich finde, sie ist ein ganz wunderbarer und inspirierender Charakter, der genau das beleuchtet, was die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts aus klugen Frauen machen wollte und darüber hinaus Mut gibt, seinen eigenen Weg zu gehen.

© Carlsen

Wenn jemand mich wirklich liebt, dann weiß er, wie viel mir meine Familie bedeutet. Auch, wenn ich ziemlich schwierige Zeiten hatte, in denen ich am liebsten einfach für immer abgehauen wäre... Der kleine Kern meiner Familie (gerade meine Mutti, meine Schwester, meine Oma und mein Opa, aber auch mein - sozusagen - Stiefvater) steht in meiner Prioritätenliste definitiv auf den ersten drei Plätzen, bzw. auf Platz eins, zusammen mit meiner Freiheit und meiner Neugier/meinem Wissensdurst. Aus diesem Grund könnte ich jemanden, der meine Familie verrät gar nicht mehr lieben.

© Carlsen

Das habe ich tatsächlich und es ist etwas, das ich um keinen Preis der Welt mehr hergeben möchte. Einzige Ausnahme, das ich es eines fernen Tages weitergebe.
Die Geschichte dazu: Als ich ein kleines Mädchen war, waren meine Großeltern und im besonderen meine Oma die Bezugsperson(en) für mich. Ich habe es aus diesem Grund auch geliebt, ihre Geschichten zu hören, alte Fotos zu sehen oder andere Erinnerungsstücke. Einmal zeigte meine Oma mir ihre alten Ketten und dabei war eine, die ich unfassbar schön fand. Sie erzählte mir, dass sie diese von ihrer Mutter bekommen hatte und ich war einfach nur verzaubert davon. Viele Jahre später, zu meiner Jugendweihe, haben meine Oma und mein Opa sie aufarbeiten lassen und mir geschenkt. 


Noch jetzt kommen mir beim Schreiben die Tränen in die Augen, weil ich zum Einen wirklich überhaupt nicht mehr an die Kette gedacht hatte und sie zum anderen inzwischen das Erinnerungsstück für mich ist, da meine Oma im letzten Jahr verstorben ist. Ich werde dieses Schmuckstück auf jeden Fall mein Leben lang in Ehren halten und hoffentlich eines fernen Tages meiner eigenen Enkelin vermachen können.

© Carlsen

Diese Frage ist gar nicht so einfach... Ich bin schon ein ziemlicher Kopfmensch und würde am Liebsten immer alles tausendfach abwiegen und von allen Seiten betrachten, bevor ich eine Entscheidung fälle. Meist kommt dann auch was Gutes dabei heraus.
Es gibt aber natürlich auch Zeiten, wo ich (als noch immer mehr oder weniger hormongesteuerter Teenager) jeden Verstand außen vorlasse und alles auf einmal aus mir herausbricht, sei es Mut oder Angst, Optimismus oder Pessimismus, ... Das kann dann gut laufen, muss aber nicht. Deswegen verlasse ich mich häufig (gerade bei wichtigen Sachen) nicht so gerne auf mein Bauchgefühl...

© Carlsen

Also, wenn ich nur von meinem aktuellen Status quo ausgehe, dann hätte ich gerne ein fotografisches Gedächtnis. Das würde die ganze Lernerei so unglaublich erleichtern und ich hätte viel mehr Zeit zum Lesen und Bloggen. 
Wenn ich es aber mal allgemein betrachte, dann wäre es auf jeden Fall irgendeine Gabe, die die Zeit betrifft. Ich würde so gerne in der Zeit reisen können, wie Gwendolyn und Gideon, oder sie ab und zu zurückdrehen und einiges verändern, wie Hermine mit dem Zeitumkehrer. Die Zeit ist schon ein seltsames Konstrukt und sie zu beeinflussen, würde wohl echt viel verändern... und erleichtern.

© Carlsen
Nun ja, wer hat das nicht? :D
Aber dadurch, dass ich in einer Kleinstadt bzw. auf einem Dorf aufgewachsen bin und es praktisch überall um mich herum Wald gab, umso mehr. Ich habe mir auch immer vorgestellt, dass ich ein Baumhaus in einen Waldbaum baue und darin wohne, wenn ich groß bin. Dazu ist es dann nie gekommen und es wäre für mich doch ziemlich ungünstig, jetzt in den Wald zu ziehen, da WLAN und Co dort wohl noch nicht ganz angekommen sind (was ich nun mal für Studium und Blog brauche). Aber ansonsten ist so ein Leben im Wald sicher aufregend! (Und im Winter sicher kalt ;-) ...)

© Carlsen
Zunächst einmal Wartezeit... Da ich wie bereits gesagt momentan nur sehr wenig zum Lesen komme, lege ich mir zur Zeit nur neue Bücher zu, wenn ich das Gefühl habe keinen Tag länger überleben zu können, wenn ich nicht jederzeit dir Möglichkeit habe, zu diesem Buch zu greifen. Ich finde, dass Auf immer gejagt nach einem wirklich interessanten Jugendbuch klingt, das mit Sicherheit auch die eine oder andere unerwartete Szenerie oder Idee bringt, aber ich werde noch etwas warten, dieses Buch zu lesen, damit ich es dann umso mehr genießen kann. :-)


Sooo, das war es auch schon mit dem Tag! Auf jeden Fall waren einige Fragen dabei, die mich zum Grübeln oder Nachdenken gebracht haben und er war erfrischend anders, als andere Tags.
Zu guter letzt möchte ich noch einige liebe Bloggerkolleginnen taggen:

Kücki von Kueckibooks
Jule von Miss Foxy reads
Bekky von We are infinite
Kathy und Mika von Bücher lieben und erleben

Ich freue mich dann auch von euch zu lesen, was ihr so mit der einen oder anderen Frage verbindet!

Hoffentlich bis ganz bald!
Mareike