Sonntag, 14. Mai 2017

Rezension | Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen | Abbildung Waxman | Rowohlt Verlag | TB | 368 Seiten | 9,99€ | ✼✼✼

Klappentext
Die Kunst, die Radieschen von oben zu sehen
Wer hat schon Lust, einen Gemüsegarten umzugraben? Lilian jedenfalls nicht. Sie hat mit ihrem Job, den kleinen Töchtern und dem Kummer um ihren verstorbenen Mann genug zu tun. Danach fragt ihre Chefin sie jedoch nicht und meldet sie beim Gärtnerkurs eines wichtigen Kunden an. Der ist gar nicht mal so unsympathisch. Und Lilian ist verblüfft, was sie da auf dem Acker alles ausgräbt: Würmer, Baumwurzeln, Plastikfeen, Unkraut, Freunde, Radieschen, einen ziemlich großartigen Mann und den Mut, sich neu zu verlieben ...

Meine Meinung:
Um es gleich von vornherein klar zu sagen: Ich fand das Buch nicht schlecht. Stellenweise konnte mich der Humor der Charaktere wirklich zum Grinsen bringen oder ich war gerührt von ihren Geschichten. Leider empfand ich den Schreibstil der Autorin jedoch häufig auch als sehr hölzern, denn wenn sie nicht gerade wirklich humorvoll war, zog sich das Buch für mich einfach in die Länge. 
Die Geschichte an sich mochte ich wirklich gern. Lilis Mann ist vor einigen Jahren bei einem Unfall gestorben und sie hat sich davon noch immer nicht erholt. Sie zieht allein die beiden Töchter groß und versucht sich durchzuschlagen. Zu ihrer Schwester hat sie eine sehr gute und innige Verbindung und die beiden geben sich gegenseitig viel Halt und Stärke. Lili ist Illustratorin bei einem Schul- und Sachbuchverlag und für diesen soll sie an einem Gärtnerkurs teilnehmen. Soweit klingt das sehr nach einem Kerstin Gier Buch, wie ich finde und das ist natürlich absolut nichts schlimmes! Ich war ein wenig verwundert, dass das ganze in Los Angeles spielt, denn es hätte fast 1:1 auch in einer deutschen Kleinstadt angesiedelt sein können (Selbst die Namen hätten gepasst.). Leider konnte Abbildung Waxman mich aber nicht so an ihre Geschichte fesseln, wie ich es mir aus diesen Parallelen erhofft hätte. Ihre Charaktere waren durchaus authentisch, vielseitig, sympathisch; ihre Handlung war durchdacht und logisch, aber so richtig konnte der Funke bei mir nicht überspringen.
Dazu sollte ich sagen, dass das Buch in dem Moment, als ich es las vielleicht auch ein wenig unfaire Bedingungen hatte, denn direkt davor hatte ich drei Bücher gelesen, die ich über alle Maßen geliebt habe. So lag meine Messlatte für dieses Buch vielleicht einfach zu hoch, doch für den Moment, war es mir einfach nicht genug.
Fazit
Wie gesagt: Ich fand das Buch nicht schlecht. Leider konnte es mich aber überwiegend nicht gerade begeistern. Ich hätte mir gewünscht, dass die Momente, in denen ich grinsen musste oder mit den Charakteren litt den überwiegenden Teil einnehmen. Denn diese Textstellen waren in meinen Augen wirklich super! Das blieb jedoch leider aus und so blieb ich leider eine Spur enttäuscht zurück.

✼ ✼ ✼

Vielen Dank an Rowohlt für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 12. Mai 2017

Leseplanung | TBR im Mai

Nachdem ich im April mit meiner Leseliste nicht sooo erfolgreich war, möchte ich das in diesem Monat versuchen ein wenig aufzuholen. Zwar werde ich in den gesamten nächsten zwei Monaten noch kaum zum Lesen kommen, ich werde allerdings versuchen mehr und mehr an meinen Listen zu bleiben.


Zunächst: Ich habe mich entschlossen, die Jahr der ersten Sätze-Challenge abzubrechen. Ich finde die Idee dahinter noch immer sehr cool, allerdings sind mir die Aufgaben zu einseitig, weshalb ich die rare Lesezeit dann lieber mit den Büchern verbringen mag, auf die ich wirklich Lust habe und/oder die noch auf meinem Rezensionsexemplar-SuB liegen, als mit Monatsthemen, die mich nur so halbwegs interessieren.

Dadurch, dass ich nur noch so wenig Zeit habe, habe ich ein relativ lockeres Buchkauf-Verbot für mich ausgesprochen, sodass mein SuB-Abbau dafür ziemlich gut voran geht :D
So kommt es auch, dass ich aus dem letzten Monat allein fünf Bücher übernehme und einige andere dazu packe, die aber auch schon recht lange auf meinem SuB verweilen

Kommen wir aber zu meiner Liste:

Gesamte Leseliste:
Water & Air
Nova & Avon
Penguin Bloom
Rebell - Gläserne Stille
Chosen - Die Bestimmte
Lügen, die von Herzen kommen
In Wahrheit wird viel mehr gelogen
Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

5/8 gelesen

Auf das ich diesen Monat vielleicht tatsächlich einmal besser vorankomme!
Allerliebst,
Mareike :)

Mittwoch, 10. Mai 2017

Lesemonat | April, April, der macht was er will...

... Ja, ja. Der April ist in diesem Jahr wirklich ziemlich eigensinnig gewesen. Zum Monatsbeginn habe ich tatsächlich noch eine Handvoll Bücher zu lesen geschafft, die letzten zwei-drei Wochen konnte ich dafür kaum mal eine Seite am Tag schaffen.
Mein Studium ist jetzt wirklich anstrengend. Ich habe alle zwei bis drei Wochen eine Prüfung, zu welcher ich alles können muss, was zu einem bestimmten Körperabschnitt gehört. Diese Menge an Informationen ist wirklich anstrengend und so bleibt eigentlich kaum noch Zeit für die schönen Sachen im Leben. Ich hoffe einfach, dass ich meine Vorklinik (erster Studienabschnitt, Regelstudienzeit hierfür zwei Jahre) so schnell wie möglich abschließen kann, denn dann habe ich nur noch ein gutes Jahr in dieser "Studienhölle" vor mir. Ich liebe mein Studium wirklich, aber es ist schon anstrengend, immer und immer wieder nichts als Anatomie (oder im nächsten Jahr dann Biochemie und Physiologie) in seinen Kopf zu hämmern. Aber nach den zwei Jahren soll alles besser werden *hoff*. ;-)

Ich bin abgeschweift - entschuldigt! Kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Posts zurück: Mein Lesemonat April. Er begann gut und ließ dann relativ stark nach, sowohl was die Bücher betraf, als auch die Quantität. Trotzdem hielt der Monat ein wahres Highlight für mich bereit. Und dazu noch ein Blog-Highlight, denn ich durfte die wunderbare Mackenzi Lee, Autorin von Cavaliersreise, interviewen! Hier könnt ihr noch einmal lesen, was sie mir alles verraten hat.

Leseplanung April:
Der Koffer
Water & Air
Nova & Avon
Paper Princess
Rebell - Gläserne Stille
Chosen - Die Bestimmte
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

3/8 gelesen

Gelesen im April:


Der Koffer - Robin Roe - ✼✼ 
Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen - Abbildung Waxman - 
Hundert Namen - Cecelia Ahern - 
Vielleicht mag ich dich morgen - Mhairi McFarlane - 

Gesamt:
4 Bücher - 1696 Seiten - 57 Seiten pro Tag
3 Prints - 0 eBooks - 1 Hörbuch

Zu Der Koffer gibt es ja bereits eine Rezension (hier) und zu Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen kommt ganz bald eine. Was ich über Hundert Namen und Vielleicht mag ich dich morgen denke, erzähle ich euch aber noch in drei/vier Sätzen hier :-)

Hundert Namen ist ein Buch, das schon sehr lange auf meinem SuB lag. Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, wurde aber leider doch etwas enttäuscht. Zwar mochte ich die Grundidee hinter dem Buch, die Charaktere waren mir aber häufig ein wenig zu platt und auch der Clou des Ganzen war für mich schon so lange offensichtlich, dass ich die Protagonistin gerne das eine oder andere Mal geschüttelt hätte, um sie auf diese Offensichtlichkeit aufmerksam zu machen. Deswegen 3/5 Sternen.

Vielleicht mag ich dich morgen stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Deswegen habe ich es mir jetzt endlich mal als Hörbuch angehört und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar darf man keine große Perle der Literatur erwarten, es ist aber nett für zwischendurch und hielt mir manchen Jane-Austen/Mr-Darcy-Moment bereit! 4/5 Sternen.

Das war's dann wohl. Kennt ihr einige der Bücher? Und wenn ja, wie fandet ihr sie? Teilt ihr meine Meinung? Ich hoffe, wir lesen uns bald wieder :-)
Mareike

Montag, 8. Mai 2017

GSC | Gesammelte Schätze im April

Liebe Schatzsucher und Zitatentdecker!

Kaum zu glauben, dass schon wieder mehr als eine Woche Mai vergangenen ist. Verzeiht mir, dass ich nicht früher dazu gekommen bin, diesen Post zu verfassen und ihr somit noch nicht die Gelegenheit hattet, eure Schätze vorbeizubringen... Aber jetzt geht es los ;-) Meine Ausbeute ist dieses Mal relativ begrenzt, aber ein paar Zitate sind es trotzdem geworden.


"Er lächelt, aber ich weiß nicht, was er denkt. Nur weil jemand lächelt, heißt das nicht, dass man ihm trauen kann."
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 81

"Verrückt, auf wie viele verschiedene Arten man Menschen vermissen kann. Man vermisst all die Dinge, die diese Menschen getan haben. Man vermisst die Menschen an sich. Und man vermisst die Bedeutung, die man selbst für diese Menschen gehabt hat. Weil damals, als sie noch da waren, alles, was du gesagt oder getan hast, toll und lustig und interessant war. Du vermisst, wie wichtig du diesen Menschen warst."
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 118

"'Früher dachte ich, mit achtzehn würde alles anders sein. Du nicht? Hast du als kleiner Junge nicht gedacht, dass man dann groß und klug und stark ist? Erwachsen halt.'"
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 152

"Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch."
- Der Koffer, Robin Roe, Königskinder Verlag, S. 246

"Ich lächle ihn an. 'Willst du damit sagen, dass wir wie der Frühling sind? Ein Phänomen der Natur?' Er bestellte die Rechnung und lächelte zurück. 'Nein, ich will damit nur sagen, dass es vielleicht ganz in Ordnung ist, wenn die Natur hin und wieder das Sagen hat.'"
- Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen, Abbi Waxman, Rowohlt, S. 206


Soo... C'est ça. Das war's auch schon. Nun würde ich mich zu euren Zitat-Links und Meinungen zu meinen Schätzen freuen! :-)


Bis Bald,
Mareike

Samstag, 6. Mai 2017

Monatsmenschen | Was in den letzten Monaten geschah...

Hello again... Vielleicht habt ihr euch zwischenzeitlich einmal gefragt, ob ich meine Monatsmenschen-Aktion wirklich schon nach nur einem Monat aufgegeben habe (denn im Januar kam tatsächlich mein letztes Update...). Die Antwort ist: Nein! Natürlich nicht. Es war nur so, dass meine letzten Päckchen entweder sehr lange brauchten, um zu ihrem Besitzer zu gelangen, oder aber ich hatte keine Zeit für einen solchen Post. Deswegen zeige ich euch heute die letzten drei Monatsmenschen. ;-)



© Denise
Die erste, deren Päckchen ich bereits im Februar versandt habe, ist meine liebe Freundin Denise aka Taschi. Kennengelernt haben wir uns in dem Orchester, in dem ich über zehn Jahre gespielt habe und angefreundet, seit wir in dem gleichen Register saßen (Alt forever, mein Golden Oldie 😘). Inzwischen können wir uns nur noch sehr selten sehen, was aber natürlich nichts daran ändert, was für eine liebe, liebe Person sie ist! Neben unserem gemeinsamen Register hat uns schon lange v.a. eins verbunden: Unsere Liebe zu Olaf, dem Schneemann aus Frozen. Aus diesem Grunde war mir von Anfang an klar, dass dies auch etwas mit meinem Geschenk zu tun haben müsste. Deswegen habe ich mich für diese Tasse entschieden und ich war sehr glücklich, dass sie sich darüber gefreut hat. 😊
Direkt an dieser Stelle: Da mir vor Kurzem mein Handy geklaut wurde, kann ich euch leider nicht mehr die Fotos zeigen, die die Monatsmenschen mir jeweils geschickt haben, aber ich versuche es dann eben anderweitig zu kompensieren. ;-)



© Monika Schulze
Der nächste Monatsmensch war dann die liebe Monika von Süchtig nach Büchern. Sie kenne ich durch unsere Blogger-WhatsApp-Gruppe und ich mag sie wirklich sehr gerne. Da sie vor Kurzem ein Baby bekommen hat, konnte sie nicht zur Leipziger Buchmesse kommen, worüber sie ab und zu etwas traurig schien (auch, wenn der Grund dafür natürlich ein sehr schöner ist!). Aus diesem Grunde habe ich auf der Messe fleißig gesammelt um ihr mit Lesezeichen, Leseproben, Autogrammen und anderen Goodies eine kleine Freude zu machen.

© Kathi
Zu guter letzt zeige ich euch noch eine liebe Person, die damals unter meinem Instagram-Bild kommentiert hat, dass mir den Anstoß zu dieser Aktion gegeben hat: Kathi. Sie ist eine frühere Mitschülerin von mir, die sich momentan in Neuseeland aufhält. Kathi ist durch und durch ein Bauernmädchen (und das ist definitiv keine Beleidigung, Kathi ist einfach so 😅). Ihr Päckchen hatte demzufolge den wohl weitesten Weg, den ich eine Sendung je auf Reisen geschickt habe. Was darin war? Viele Kleinigkeiten, wie eben auch Lesezeichen, Süßigkeiten, ... V.a. aber die Leseproben der Königskinder zum Zweisamkeit-Programm. Das hatte folgenden Grund: Wie gesagt hält sie sich momentan in Neuseeland auf, genauer gesagt in der Nähe von Christchurch. Als ich selbst die Leseprobe las, sprang mir dabei dieser Ort in Barney Kettles bewegte Bilder von Kate de Goldi sofort ins Auge. Ich finde es immer toll ein Buch zu lesen, das an einem mir bekannten Ort spielt und so wollte ich Kathi unbedingt auf dieses aufmerksam machen.


Das war es auch schon... Zumindest für dieses Mal! Mein nächster Monatsmensch wird nämlich schon ganz bald Post bekommen, die ersten Sachen liegen schon zum Verpacken bereit. 😏 Ihr dürft gerne raten, wen ich als nächstes beschenke...

Habt noch ein schönes Wochenende!
Mareike

Donnerstag, 4. Mai 2017

Tag | "Auf immer gejagt"

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, ich weiß... Ich habe schon viel zu lange nichts mehr gepostet und das tut mir auch ehrlich und aufrichtig leid! Ich hoffe, dass ich mir im restlichen Semester meine Zeit besser einzuteilen schaffe, als ich es in den letzten vier Wochen getan habe, aber ich kann nichts versprechen. Tatsächlich habe ich gestern zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder einen Nachmittag gehabt, an dem Lesezeit war. Zum Bloggen kam ich leider gar nicht, denn mein Studium vereinnahmt mich momentan doch sehr. Ich gebe aber mein Bestes, dass ich nicht wieder eine mehrwöchige Pause einlegen muss.

© Carlsen

Heute habe ich etwas ganz besonderes für euch: Ute und Ramona, die lieben Menschen aus dem Carlsen Verlag, die für Blogger zuständig sind, haben einen ganz tollen Tag ins Leben gerufen, der sich gewissermaßen auf eine Neuerscheinung dieses Verlags bezieht, Auf immer gejagt von Erin Summerill. Auch, wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob das Buch was für mich ist, finde ich den Tag so super, dass ich trotzdem mitmachen möchte. Deswegen, legen wir gleich mal los. ;-) Das ursprüngliche Video gibt es übrigens hier zu sehen, mit den Antworten von Ute und Ramona.

© Carlsen
Oh, das ist mal wirklich eine spannende Frage! Ich habe oft das Gefühl, dass die Charaktere, die am stärksten auftreten, oft ziemlich einsam sind, selbst dann, wenn sie eigentlich von Menschen umgeben sind. Und irgendwie trifft das nicht nur auf Figuren zu, sondern auch auf die reale Welt. Aber davon einmal abgesehen: Die erste Heldin, die mir bei dieser Frage in den Sinn kommt, ist Felicity aus Cavaliersreise. Sie ist ihrer Zeit so weit voraus und ihre Wünsche sind gesellschaftliche No Go's, was sie irgendwie überall zur Außenseiterin macht, bis ihr Wissen und ihre Intelligenz mit einmal gefragt werden. Ich finde, sie ist ein ganz wunderbarer und inspirierender Charakter, der genau das beleuchtet, was die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts aus klugen Frauen machen wollte und darüber hinaus Mut gibt, seinen eigenen Weg zu gehen.

© Carlsen

Wenn jemand mich wirklich liebt, dann weiß er, wie viel mir meine Familie bedeutet. Auch, wenn ich ziemlich schwierige Zeiten hatte, in denen ich am liebsten einfach für immer abgehauen wäre... Der kleine Kern meiner Familie (gerade meine Mutti, meine Schwester, meine Oma und mein Opa, aber auch mein - sozusagen - Stiefvater) steht in meiner Prioritätenliste definitiv auf den ersten drei Plätzen, bzw. auf Platz eins, zusammen mit meiner Freiheit und meiner Neugier/meinem Wissensdurst. Aus diesem Grund könnte ich jemanden, der meine Familie verrät gar nicht mehr lieben.

© Carlsen

Das habe ich tatsächlich und es ist etwas, das ich um keinen Preis der Welt mehr hergeben möchte. Einzige Ausnahme, das ich es eines fernen Tages weitergebe.
Die Geschichte dazu: Als ich ein kleines Mädchen war, waren meine Großeltern und im besonderen meine Oma die Bezugsperson(en) für mich. Ich habe es aus diesem Grund auch geliebt, ihre Geschichten zu hören, alte Fotos zu sehen oder andere Erinnerungsstücke. Einmal zeigte meine Oma mir ihre alten Ketten und dabei war eine, die ich unfassbar schön fand. Sie erzählte mir, dass sie diese von ihrer Mutter bekommen hatte und ich war einfach nur verzaubert davon. Viele Jahre später, zu meiner Jugendweihe, haben meine Oma und mein Opa sie aufarbeiten lassen und mir geschenkt. 


Noch jetzt kommen mir beim Schreiben die Tränen in die Augen, weil ich zum Einen wirklich überhaupt nicht mehr an die Kette gedacht hatte und sie zum anderen inzwischen das Erinnerungsstück für mich ist, da meine Oma im letzten Jahr verstorben ist. Ich werde dieses Schmuckstück auf jeden Fall mein Leben lang in Ehren halten und hoffentlich eines fernen Tages meiner eigenen Enkelin vermachen können.

© Carlsen

Diese Frage ist gar nicht so einfach... Ich bin schon ein ziemlicher Kopfmensch und würde am Liebsten immer alles tausendfach abwiegen und von allen Seiten betrachten, bevor ich eine Entscheidung fälle. Meist kommt dann auch was Gutes dabei heraus.
Es gibt aber natürlich auch Zeiten, wo ich (als noch immer mehr oder weniger hormongesteuerter Teenager) jeden Verstand außen vorlasse und alles auf einmal aus mir herausbricht, sei es Mut oder Angst, Optimismus oder Pessimismus, ... Das kann dann gut laufen, muss aber nicht. Deswegen verlasse ich mich häufig (gerade bei wichtigen Sachen) nicht so gerne auf mein Bauchgefühl...

© Carlsen

Also, wenn ich nur von meinem aktuellen Status quo ausgehe, dann hätte ich gerne ein fotografisches Gedächtnis. Das würde die ganze Lernerei so unglaublich erleichtern und ich hätte viel mehr Zeit zum Lesen und Bloggen. 
Wenn ich es aber mal allgemein betrachte, dann wäre es auf jeden Fall irgendeine Gabe, die die Zeit betrifft. Ich würde so gerne in der Zeit reisen können, wie Gwendolyn und Gideon, oder sie ab und zu zurückdrehen und einiges verändern, wie Hermine mit dem Zeitumkehrer. Die Zeit ist schon ein seltsames Konstrukt und sie zu beeinflussen, würde wohl echt viel verändern... und erleichtern.

© Carlsen
Nun ja, wer hat das nicht? :D
Aber dadurch, dass ich in einer Kleinstadt bzw. auf einem Dorf aufgewachsen bin und es praktisch überall um mich herum Wald gab, umso mehr. Ich habe mir auch immer vorgestellt, dass ich ein Baumhaus in einen Waldbaum baue und darin wohne, wenn ich groß bin. Dazu ist es dann nie gekommen und es wäre für mich doch ziemlich ungünstig, jetzt in den Wald zu ziehen, da WLAN und Co dort wohl noch nicht ganz angekommen sind (was ich nun mal für Studium und Blog brauche). Aber ansonsten ist so ein Leben im Wald sicher aufregend! (Und im Winter sicher kalt ;-) ...)

© Carlsen
Zunächst einmal Wartezeit... Da ich wie bereits gesagt momentan nur sehr wenig zum Lesen komme, lege ich mir zur Zeit nur neue Bücher zu, wenn ich das Gefühl habe keinen Tag länger überleben zu können, wenn ich nicht jederzeit dir Möglichkeit habe, zu diesem Buch zu greifen. Ich finde, dass Auf immer gejagt nach einem wirklich interessanten Jugendbuch klingt, das mit Sicherheit auch die eine oder andere unerwartete Szenerie oder Idee bringt, aber ich werde noch etwas warten, dieses Buch zu lesen, damit ich es dann umso mehr genießen kann. :-)


Sooo, das war es auch schon mit dem Tag! Auf jeden Fall waren einige Fragen dabei, die mich zum Grübeln oder Nachdenken gebracht haben und er war erfrischend anders, als andere Tags.
Zu guter letzt möchte ich noch einige liebe Bloggerkolleginnen taggen:

Kücki von Kueckibooks
Jule von Miss Foxy reads
Bekky von We are infinite
Kathy und Mika von Bücher lieben und erleben

Ich freue mich dann auch von euch zu lesen, was ihr so mit der einen oder anderen Frage verbindet!

Hoffentlich bis ganz bald!
Mareike

Mittwoch, 19. April 2017

Rezension | Der Koffer

Der Koffer | Robin Roe | Königskinder Verlag | HC | 432 Seiten | 19,99€ | ✼✼✼✼✼

Klappentext
»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

Meine Meinung:
Was ich schon zu Anfang des Buches festgestellt habe (nach nur wenigen Seiten, um genau zu sein), möchte ich euch als erstes in meinem Meinungsbild schreiben: Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Dieser Satz mag banal klingen, weil wir das Wort "besonders" häufig ziemlich überstrapazieren, aber es trifft in meinen Augen den Nagel auf den Kopf.
Robin Roe nähert sich in Der Koffer einem großen Tabuthema. Körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist eine Problematik, die viele Menschen abschreckt und die viel zu häufig lieber totgeschwiegen wird, weil es einfacher ist. In ihrem Buch beschönigt sie nichts und trotzdem wirkt die Handlung weder aufgesetzt, noch gewollt überdramatisiert. - Denn ein solches Thema ist tragisch genug, als dass man es überziehen müsste, um eine Wirkung zu erreichen.
Hinzu kommt ein Schreibstil, der mich regelmäßig geradezu in das Buch gesogen und mich in der Straßenbahn zweimal meine Haltestelle verpassen lassen hat. So in eine Geschichte versunken, war ich wirklich selten!
Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Julian und Adam erzählt, zwei sehr unterschiedliche Jungen, die jeder ihren eigenen "Koffer" zu tragen haben (auch im metaphorischen Sinne). Adam ist in der Abschlussklasse und obwohl er weder unglaublich cool und draufgängerisch, noch wild und aufmerksamkeitsheischend ist, sehr beliebt. Er hat ADHS, kann das inzwischen jedoch recht gut kontrollieren. Als er nach mehreren Jahren auf seinen früheren Pflegebruder Julian trifft, merkt er ihm sofort die Veränderung zu damals an. Er ist sehr in sich gekehrt. Man kann beim lesen das Buches geradezu physisch spüren, wie sich Julian immer kleiner zumachen versucht. Das ist für Julian jedoch eine Herausforderung, denn er möchte zu Julian durchdringen und trifft dabei auf unschönere Dinge, als er vermutet hätte. Die Charaktere sind sehr stark konstruiert! Schon in ihrer Sprache merkt man die aktuellen Stimmungslagen, erkennt Gedanken, die noch gar nicht direkt angesprochen werden und bekommt einen sehr intensiven Eindruck der Charaktere. Das führt soweit, dass ich beim Lesen schon fast das Gefühl hatte, die Schmerzen und Freuden der Protagonisten direkt mitzuerleben, selbst zu spüren. Das, gepaart mit der großen Handlung, den angerissenen Themen (wie eben bspw. ADHS und welche Auswirkungen diese Krankheit auf ein Leben hat) und dem einprägsamen Schreibstil führten für mich zu einem so erlebbaren Leseereignis, dass ich selbst, wenn ich das Buch zu Seite legte noch die Gefühle wie ein Nachbeben spürte.
Fazit
Der Koffer ist ein großes Buch! Es regt an, rüttelt auf, bringt Schmerz, Freude und Glück. Für mich war es eine ganz eigene Leseerfahrung, die mich zittern ließ, mich erschütterte, mich fallen ließ und wieder auffing. Eine Achterbahn der Gefühle und eine Freundschaft, die es so in den Büchern, die ich in meinem Leben gelesen habe, noch nicht gegeben hat. Von mir bekommt Robin Roes Der Koffer sechs von fünf Sternen und ihr eine absolute Leseempfehlung!

✼✼✼✼✼ +

Danke an Carlsen, dass ich dieses wundervolle Buch im Rahmen der #ichbineinKönigskind-Aktion bekommen durfte!

Dienstag, 18. April 2017

Neuzugänge | Februar und März

Ganz pünktlich... (hust)... zeige ich euch mal wieder meine Neuzugänge der letzten zwei Monate. Allein durch die Messe ist ein beträchtlicher Stapel von insgesamt 26 Büchern zusammengekommen, was meinen lieben SuB so gar nicht freut, denn er nähert sich der großen 100 bedenklich nahe... Aus diesem Grunde habe ich mir ein vorläufiges Buchkaufverbot auferlegt, das nur wenige Ausnehmen duldet. (Etwa die Bookish Prophet Box, wenn mich das Thema interessiert oder aber bereits angefragte Rezensionsexemplare)

Kommen wir nun also zu meinen Neuzugängen des Februars und März! Da ich ohnehin keinen genauen Überblick momentan darüber habe, wann genau ich welche Bücher bekommen habe, mache ich das heute einmal alles durcheinander. Für das nächste Mal habe ich mir extra schon eine Liste angelegt! :D

Neuzugänge der Leipziger Buchmesse
Von der Leipziger Buchmesse sind insgesamt 14 Bücher mit zu mir nach Hause gekommen, wovon ich allerdings zwei schon zuvor als eBook gelesen hatte. Die ersten drei Bücher habe ich bei den Lieblingsautoren am Glücksrad gewonnen:

Der Duft von Erdbeersaft von Ella Wünsche
Eigentlich hat Annie nur ein Ziel: So schnell und so gut wie möglich ihre Masterarbeit hinter sich zu bringen, nicht zuletzt um ihrer Mutter damit zu gefallen. Aber dann wird sie zur Hochzeit ihrer Cousine eingeladen und reist zum ersten Mal seit ihrer Kindheit wieder in die Heimat ihrer Familie. Dort angekommen entdeckt sie Geheimnisse aus der Jugend ihrer Mutter, die die sonst so distanzierte Frau in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.
Außerdem lernt sie Milos kennen, ein rätselhafter Fremder mit einer gefährlichen Aura, um den sich jede Menge wilde Gerüchte ranken. Doch seine dunklen Augen rauben Annie den Schlaf. Soll sie der Versuchung nachgeben? Immer tiefer gerät Annie in einen Strudel aus Geheimnissen und großen Gefühlen. Die Kontrolle über ihr vorher so geordnetes Leben scheint ihr mit einem mal zu entgleiten.
Irgendwann muss sie sich entscheiden: Will sie ihr Glück mit beiden Händen ergreifen, dafür aber alles, was ihr bisher wichtig war aufgeben? Oder will sie lieber in ihr gewohntes sicheres Leben zurückkehren?

Der Werwolf in der Badewanne von Anna Winter
Als Emily Kincade von der Arbeit nach Hause kommt, möchte sie eigentlich nur ein heißes Bad nehmen. Doch dann muss sie feststellen, dass die Wanne bereits belegt ist und niemand Geringerer als ein Werwolf darin liegt. Es ist der Beginn einer Begegnung mit der Welt der Magie. Eine Begegnung, die jener Werwolf sie vergessen lässt. Wären da nur nicht all die Unstimmigkeiten in ihrem Alltag, Krumen von Gedanken, die ihren Weg zurück in ihr Bewusstsein suchen. Und als es passiert, gibt es keinen Weg zurück. Emily ist klar, dass sie den Wolf finden muss ...

Küss das Cowgirl von Annie Stone
Kat McCarthy ist im Rodeozirkus aufgewachsen, doch erst jetzt hat sie die Chance, selbst zu zeigen, was sie kann. Ihr großer Traum: das Barrel Racing-Finale in Las Vegas zu gewinnen. Auf dem Weg zum nächsten Rodeo kommt ihr das Schicksal in Form eines entlaufenen Pferds entgegen. 
Als sie es der rechtmäßigen Besitzerin zurückbringt, trifft sie auf Ryder Carmichael. Sie will sich nicht zu ihm hingezogen fühlen. Auf keinen Fall. Sie hat Ziele und Träume. Einen Plan. Aber er ist da, als sie ihn braucht, schleicht sich immer mehr und mehr in ihr Herz, zeigt ihr, dass Wunden heilen können. Und dann muss Kat feststellen, es ist nicht alles so, wie es scheint...


Die nächsten vier Bücher sind Rezensionsexemplare der jeweiligen Verlage.

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen von Abba Waxman
Die Kunst, die Radieschen von oben zu sehen
Wer hat schon Lust, einen Gemüsegarten umzugraben? Lilian jedenfalls nicht. Sie hat mit ihrem Job, den beiden kleinen Töchtern und dem Kummer um ihren verstorbenen Mann genug zu tun. Danach fragt ihre Chefin jedoch nicht und meldet sie beim Gärtnerkurs eines wichtigen Kunden an. Der ist gar nicht mal so unsympathisch. Und Lilian ist verblüfft, was sie da auf dem Acker alles ausgräbt: Würmer, Lebensfreude, Baumwurzeln, Plastikfeen, Unkraut, Freunde, Radieschen, einen ziemlich großartigen Mann, und den Mut, sich neu zu verlieben …

Water & Air von Laura Kneidl
Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.

Nova & Avon (Mein böser, böser Zwilling) von Tanja Voosen
Hier ist NOVA: unscheinbar, schüchtern, tollpatschig. Dort ist ein böser Fluch. Und auf einmal gibt es AVON: intrigant, zuckersüß und verflucht gefährlich...
Nova ist sprachlos. Sie glaubt nicht an Magie. Doch seit sie auf dem Jahrmarkt von einer Wahrsagerin verhext wurde, ist da plötzlich diese Doppelgängerin: Avon. Eine hinterhältige Nova-Kopie, die sich bei Novas Eltern einschleimt, die dem süßesten Typen der Schule peinliche Sachen sagt und Novas Wellensittich ärgert.
Schnell wird klar: Nova muss ihren bösen Zwilling wieder loswerden. Sie muss mutig sein und über ihren Schatten springen. Vor allem aber braucht sie eine gute Freundin – am besten mit magischen Fähigkeiten. Denn gegen so viel schwarze Magie hilft nur eines: noch mehr Magie...
Chosen - Die Bestimmte von Rena Fischer
Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch dieses Internat ist nicht das, was es zu sein scheint. Alle Schüler haben paranormale Fähigkeiten: Der charismatische Aidan kann Feuer und Wasser tanzen lassen, und Emma findet heraus, dass sie die Gefühle anderer Menschen erspüren kann – sie ist eine Emotionentaucherin. Gerade als sich Emma und Aidan annähern, taucht plötzlich Jared auf, ein ehemaliger Internatsschüler, und weiht sie in ein düsteres Geheimnis des Internats ein. Emma weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Auf einmal bricht eine Rebellion los, und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod!


Als nächstes zogen zwei Bücher ein, von denen ich bereits eins kenne und zwei, die ich beim LovelyBooks-Lesertreff ergattert habe (wovon ich ebenfalls bereits eines gelesen habe):

Rebell - Gläserner Zorn von Mirjam H. Hüberli
Manche Träume entführen uns in eine Welt, die wir noch nie zuvor betreten haben.
Und obwohl sie uns fremd ist,kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.
Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen der andern deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein...

Rebell - Gläserne Stille von Mirjam H. Hüberli
Augen. Gespiegelt mit Bildern.
Seelen. Verbunden über Dimensionen.
Spiegel. Gezeichnet mit Kronen.
Herz. Verloren zwischen den Welten.
Glück. Gefangen im gläsernen Nichts. 
Immer noch in der Spiegelwelt gefangen, führt mich kein Kronenspiegel und kein Portal zurück zur Erdendimension. Innerhalb eines Wimpernschlags wird der arrogante und zugleich mysteriöse Rebell an meiner Seite zu einem unverzichtbaren Begleiter. Bo verbirgt noch ein Geheimnis, das ihn zu meinem einzigen Verbündeten macht – und das mich in tödliche Gefahr bringt. Es gibt einen Grund, weshalb ich, Willow Parker, kein Spiegelbild in meinen Augen trage …

The One Memory of Flora Banks von Emily Barr
I look at my hands. One of them says FLORA BE BRAVE. Flora has anterograde amnesia. She can't remember anything day-to-day: the joke her friend made, the instructions her parents gave her, how old she is. Then she kisses someone she shouldn't, and the next day she remembers it. It's the first time she's remembered anything since she was ten. But the boy is gone. She thinks he's moved to the Arctic. Will following him be the key to unlocking her memory? Who can she trust?
Taste of Love - Geheimzutat Liebe von Poppy J. Andersson
Andrew Knight ist neuer Stern am Bostoner Gastrohimmel - doch mittlerweile total ausgebrannt. Beim spontanen Kurzurlaub in Maine trifft er auf Brooke Day, die den lokalen kulinarischen Geheimtipp leitet und nicht ahnt, wer sich da bei ihr einquartiert. Gemeinsam machen sie aus dem bisher erfolglosen Geheimtipp eine In-Location, und Andrew hat zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß beim Kochen. Doch kann Brooke ihm verzeihen, dass er ihr nicht die Wahrheit gesagt hat?


Vor einer Weile hatte ich bei Sandra und Sandy ein Buch gewonnen und auch auf der Messe gewann ich etwas: Ein Notizbuch für alle gelesenen Bücher, die man so hat. Und dann gab es noch ein Buch im Bloggersessions-Goodiebag und eines von meiner Schwester.

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums von Sarvenaz Tash
Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere …

Stadtschwärmer Leipzig
Leipzig heißt das Ziel eurer Wahl? Gute Entscheidung, denn wer einmal hier war, der kommt gern wieder und bleibt manchmal sogar für immer. Irgendwo zwischen inspirierenden Kunstgalerien, gemütlichen Cafés, Gründerzeitarchitektur und lauschigen Plätzen im Grünen hat hier noch jeder sein Herz an diese Stadt verloren. 
Das 336 Seiten starke Buch mit etwa 400 eigens angefertigten, stimmungsvollen Bildern ist ein Reiseführer für diese Stadt – einer, der die Attraktionen der 2. Reihe beleuchtet. Der „Stadtschwärmer Leipzig“ wurde von einem kleinen Team echter Leipziger verfasst und stellt die Stadt in den Bereichen Gastronomie, Kunst, Kultur, Einkaufen und Übernachten vor.
Persönliche Tipps aus den Bereichen Mode, Kunst oder Musik und Interviews verleihen dem authentischen Band Persönlichkeit. Grafisch aufwendige Karten geben Orientierungshilfen innerhalb der Stadtteile. Im Register sind übersichtlich alle 300 Adressen verzeichnet, zusätzlich finden sich hier englische Zusammenfassungen der wichtigsten Informationen. Fadengeheftet, mit Umschlagklappen versehen und mit spektakulären Luftbildern bestückt, ist der „Stadtschwärmer Leipzig“ nicht nur inhaltlich sondern auch optisch ein Genuss.

Sherlock 1 (Ein Fall von Pink; Manga) von Jay, Steven Moffat und Mark Gatiss
Gerade erst aus dem Krieg in Afghanistan zurückgekehrt, sind Watsons seelische Wunden noch taufrisch. Eines Tages begegnet er einem alten Bekannten aus seiner Schulzeit, der ihm aus heiterem Himmel seinen zukünftigen Mitbewohner vorstellt. Dieser kombiniert mit nur einem Blick, dass Watson Militärarzt im Nahen Osten war, dass in seiner Familie jemand ein Alkoholproblem hat und dass er momentan in psychologischer Behandlung ist. Der Name seines Mitbewohners lautet »Sherlock Holmes«.
Holmes erwacht im modernen London zum Leben! Mit seinem Smartphone und den neusten Methoden der Wissenschaft geht er auf Verbrecherjagd.

So, damit wären wir auch "schon" am Ende... Na ja, zumindest am Ende der Neuzugänge von der Messe. Weiter geht es mit Büchern, die im Rest der beiden Monate mein Regal bezogen:


Auch die Februar- und Märzboxen des Bookish Prophet klangen für mich ganz wunderbar, sodass auf diesem Wege zwei (wie ich vermute tolle) Bücher einzogen:

Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser
Als Emma beim Aufräumen in der Bibliothek ihres Internats ein altes Notizbuch findet, denkt sie zunächst, es wäre eine Art Chronik der Schule. Aber es ist genau umgekehrt: Alles, was man in dieses Buch hineinschreibt, wird tatsächlich wahr. 
Natürlich beginnt Emma sofort damit, den Schulalltag auf Schloss Stolzenburg ein wenig zu "korrigieren". Doch nichts geschieht so, wie sie es sich gedacht hat. Zumal auch schon früher Chronisten das Buch genutzt haben. Zum Beispiel eine junge Engländerin, die Ende des 18. Jahrhunderts ein Märchen über einen Faun verfasst hat und später eine erfolgreiche Schriftstellerin wurde. Oder Gina, die vor vier Jahren plötzlich verschwand, nachdem sie ihre Geheimnisse der Chronik anvertraut hatte. 
Als sich jetzt auch noch Ginas Bruder Darcy einmischt, ist das Chaos perfekt. Denn Emma und Darcy sind einander in herzlicher Abneigung zugetan – zumindest glauben das die beiden.

Das Reich der Sieben Höfe - Dornen und Rosen von Sarah J. Maas
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.


Eine ganze Menge Königskinder und auch ein anderes Buch, das ans Herz gehen wird:

Der Koffer von Robin Roe
»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

Zwillingssterne von Christina Moracho
Seit ihrem sechsten Lebensjahr sind sie unzertrennlich. Spielen zusammen. Fallen die Kellertreppe runter. Erst Oliver, dann Althea. Sie zelten im Garten, schwimmen im Atlantik, betrinken sich an Halloween. Küssen sich das erste Mal unter einem Ahornbaum. Er sie; sie ihn. Im Juni. Und als Oliver das nächste Mal aufwacht, ist es August. Während er schläft, fängt Althea an zu rauchen und färbt sich die Haare. Während er schläft, verändert sich alles zwischen ihnen. Und als er aufwacht, ist nichts mehr wie es einmal war.

Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans von Mackenzi Lee
Gibt es ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken. Irgendwie ist er immer in eine Tändelei verwickelt. Oder betrunken. Oder zur falschen Zeit am falschen Ort. Nackt! Kein gutes Vorbild für seine Reisegefährten, weder für seine kleine Schwester Felicity, noch für seinen Jugendfreund Percy. Doch Monty will keinen Augenblick vergeuden, denn bald heißt es zurück zum gestrengen Herrn Vater und die Standespflichten wahrnehmen. Montys Unbesonnenheit aber bringt sie alle in unvorhergesehene Schwierigkeit und bald sind Wegelagerer und Piraten sein geringstes Problem. Nicht zuletzt seine unausgesprochene und unerfüllte Liebe zu Percy. Noch nie war das 18. Jahrhundert so geistreich, verwegen und charmant.  

Am tiefen Grund von Diana Sweeney
Ein Mädchen namens Tom;
eine verheerende Flut, die sie ihrer gesamten Familie beraubt;
ein Typ namens Bill, der sie im Stich gelassen hat.
Ihre Nana, gütig und stark, die als Einzige ihr Geheimnis kennt. Ihr bester Freund Jonah und Annabel, die Meerjungfrau. Und ein ungeborenes Kind. 
Voller Sehnsucht nach dem Verlorenen spricht Tom mit Oskar, dem Karpfen, mit Papa, der als Toter eine ganze andere Perspektive auf das Leben hat. Und mit ihrem ungeborenen Kind. 

Penguin Bloom von Cameron Bloom und Bradley Trevor Greive
Penguin Bloom ist schon jetzt ein absoluter Publikumsliebling. Die lustigen, einfach zauberhaften Fotos der frechen Elster und ihrer australischen Adoptivfamilie gingen über die sozialen Medien durch die ganze Welt. Was die Fans nicht kennen, ist die bewegende Geschichte hinter den großartigen Bildern. Es ist die wahre Geschichte der Familie Bloom, die nach einem tragischen Unfall beinahe zerbricht und durch den witzigen kleinen Vogel namens Penguin gerettet wird. 


Und dann sind einige Bücher auch "einfach nur so" eigezogen, weil ich Lust auf sie hatte, oder sie noch gut zu meiner aktuellen Bestellung passten und eines, das ich mir nach dem Dark Diamond Abend aussuchen durfte. ;-)

Als ich dich suchte von Lauren Oliver
Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zu dem Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz. Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend verschwunden ist. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr ist und dass sie sie finden muss – bevor es zu spät ist.

Wie Zuckerwatte mit Silberfäden von Sophia Bennett
Nonie ist verrückt nach Mode - und liebt ihre schrillen Outfits. Ihre beste Freundin Jenny hat gerade eine Rolle in einem megaerfolgreichen Hollywoodblockbuster - und steckt wie immer in einer Klamottenkrise. Nonies andere beste Freundin Edie will die Welt retten - und hält Mode für oberflächlich. Dann lernen die drei das Mädchen Krähe kennen. Sie kommt aus Uganda, trägt ein rosa Tutu und an den Schultern abgewetzte Elfenflügel. Und sie hat ein unglaubliches Talent. Jetzt haben Nonie, Jenny und Edie die Möglichkeit, mit ihren eigenen Begabungen etwas wirklich Großes zu vollbringen - und damit all ihre Träume wahr werden zu lassen.

Wie Marshmallow mit Seidenglitzer von Sophia Bennett
Krähe schwebt im Designerhimmel. Nonie wird von einem wahnsinnig gut aussehenden Jungen umschwärmt. Jenny spielt die Hauptrolle in einem Theaterstück. Und Edie steckt in der Klemme. Auf ihrer Website tauchen unglaubliche Anschuldigungen auf: Krähes Kollektion soll durch Kinderarbeit hergestellt worden sein. Das können die Freundinnen auf keinen Fall zulassen! Doch das Label Miss Teen, das Krähes Mode produzieren lässt, behauptet, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Darauf wollen sich Nonie, Edie und Krähe nicht verlassen. Sie fliegen nach Indien, um sich selbst ein Bild zu machen ...

SnowFyre - Elfe aus Eis von Amy Erin Thyndal
Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

Gut... Ich hoffe/denke, dass das jetzt alle gewesen sein dürften. Ich hoffe, ich habe keines vergessen... Auf jeden Fall wird es einige Zeit dauern, bis ich meinen SuB so einigermaßen wieder geebnet habe. Zumal ich auch schon wieder mitten im Studienstress bin, der sich gefühlt zum letzten Semester verdoppelt hat. Aber hey, wer braucht schon Schlaf. ;D
Ich werde mal weiterlesen, sonst wird das hier nichts... Macht euch noch einen schönen Tag! ♥

Sonntag, 16. April 2017

Rückblick | Leipziger Buchmesse 2017 (Teil 2)

Pünktlich zum Ostersonntag kommt nun (ENDLICH!) Teil 2 meines Berichts um die Leipziger Buchmesse :-) Hier habt ihr bereits lesen können, was ich am Messedonnerstag und -freitag erlebt habe, sodass ich euch nun logischerweise vom Wochenende erzähle!


Samstag
Wir kamen recht früh im Pressezentrum der Leipziger Messe an, denn nach einem Tee oder Kaffee brachen wir auf um kurz von 10.00 Uhr beim Bloggerempfang von Carlsen und Thienemann-Esslinger zu sein. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich wieder dabei sein durfte, ist doch Carlsen einer meiner Lieblingsverlage seit jeher. Außerdem machen sie immer ein tolles Programm, als Mischung aus Autoren kennenlernen, interaktiv tätig sein und Zeit zum Plaudern und Buchmenschen treffen haben. Auch in diesem Jahr wurden wir nicht enttäuscht. Nachdem uns je zwei Bücher aus den beiden Verlagen vorgestellt und deren Autoren interviewt wurden, durften wir uns ebendiese signieren lassen. Danach gab es ein Quiz zu aktuellen Neuerscheinungen von Carlsen und Thienemann-Esslinger, bei dem es eine Übernachtung im Carlsen-Messehotel auf der LBM18 zu gewinnen gab. Diesen tollen Preis gewann meine liebe Jule und ich freue mich wirklich für sie!
Anschließend wurden uns noch einige Toptitel aus dem kommenden Programm vorgestellt und es juckte mich direkt in den Fingern, schon jetzt in das eine oder andere Buch reinzulesen.


Außerdem gab es noch wundervolle Cupcakes, mit den Covern der vorgestellten Bücher... So gesehen war der Empfang also ein Erlebnis für eigentlich alle Sinne! :D

Nachdem diese zwei Stunden viel zu schnell verflogen sind, traf ich mich mit der lieben Kücki. Obwohl wir beide im selben Bundesland leben, sehen wir uns einfach viel zu selten und umso schönes ist es immer, wenn wir uns auf den Messen mal wieder treffen :)
Zusammen mit ihr, ihrer Freundin und Sandy schlenderten wir ein wenig über die Messe. Wir hatten alle nichts dringendes vor und so ließen wir uns einfach ein wenig treiben. Später gingen wir dann gemeinsam zum LovelyBooks-Lesertreff und nachdem wir uns die Bücher in den tollen Goodiebags zurecht getauscht hatten, konnten wir auch das Programm genießen. Außerdem trafen wir hier auch weitere bekannte Gesichter, das schönste an der Messe :D (Auf den Bildern dabei: Luise, Sophia, Moni und Sandy)



Ich konnte allerdings nicht bis zum Schluss bei dem Lesertreff bleiben, sondern "musste" direkt nach dem Interview mit Anne Freytag zu ihrem neuen Buch Den Mund voll ungesagter Dinge zu meinem Verlagstermin bei Carlsen. Eine knappe Stunde nahmen sich Ute und Ramona Zeit uns (eine Gruppe von insgesamt fünf Bloggern) das Herbstprogramm von Carlsen zu zeigen. Besonders die neuen Königskinder haben es mir direkt wieder angetan, aber daneben auch ein Kinder-/Verschenkbuch, in dem es um einen kleinen Pinguin geht... Mehr werde ich euch darüber aber zu gegebener Zeit verraten. :-)
Im Anschluss an dieses Treffen, hatte ich meinen letzten Verlagstermin für den Tag und für die gesamte Messe. Zusammen mit Kücki ging ich zu Magellan. Aus diesem Verlag habe ich zu meiner Schande noch nichts gelesen, aber eines meiner nächsten Bücher stammt von hier. Außerdem konnte Cara mich für zwei Herbstneuerscheinungen begeistern, auf die ich schon jetzt sehr gespannt bin!

Das war auch schon der Tagesabschluss, denn nun traf ich mich wieder mit Sandra und Jule und wir machten uns auf den Heimweg. Später brachen Jule und ich dann zum Funkelnden Dark Diamonds Abend in die Moritzbastei auf. Es war ein sehr schöner Abend, wenn man mal von ein paar... anstrengenden... älteren Herrschaften absieht, die ein sehr einnehmendes Wesen an sich hatten.

Sonntag
Und schon brach auch der letzte Tag in Leipzig an. Nachdem Sandra und ich Jule an ihrem Gleis verabschiedet hatten, machten wir uns auf zum letzten Messetag. Langsam aber sich wuchs ein wenig meine Aufregung, denn bald würde ich zum ersten Mal in meinem Leben an einer echten Podiumsdiskussion teilnehmen. Doch schon, als ich im CCL auf Jochen, Bonzena und Wolfgang traf, fühlte ich mich viel wohler. Zuerst gab es bei den Buchmesse:Blogger sessions 17 eine Keynote, gehalten von Andreas Platthaus, auf welche ich in einigen Ansätzen schon in meinem Post Von Bloggern, Kritikern und anderen Problemen eingegangen bin. Direkt danach führten wir unsere Diskussion unter dem Motto Warum über Bücher bloggen? Auch, wenn es vielleicht mehr eine Art interdisziplinärer Austausch zwischen Bloggern verschiedener Zielgruppen war, als eine richtige Diskussion, hatte ich wirklich sehr viel Spaß daran und bin mit einigen interessanten Ideen und Gedanken rausgegangen. Außerdem sprach mich u.a. Karina Elm, Community Managerin bei NetGalley, an. Es war ein sehr interessantes Gespräch, aus welchem sich ein Interview mit mir ergab, dass irgendwann demnächst auf dem neuen NetGalley Blog online kommen wird.

© Gaby Waldek | boersenblatt.net
Im Anschluss  an die Sessions ging es für mich nur noch einen Moment lang zurück auf die Messe. Ich traf noch einige liebe Menschen, bevor ich mich wieder von allen verabschieden und mich auf den Weg zu meinem Zuge nach Rostock machen musste. 

Die Leipziger Buchmesse war auch in diesem Jahr ein wundervolles Erlebnis für mich. Wie in jedem Jahr durfte ich tolle Menschen kennenlernen und andere wieder treffen, die inzwischen einen festen Teil meines Herzens einnehmen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die diese Messe auch dieses Mal zu einem Jahreshighlight gemacht haben und ich drücke die Daumen, dass ich nach Frankfurt kommen kann, um euch dort wieder in die Arme schließen zu können! ♥


Donnerstag, 13. April 2017

Blogtour | Ein Interview mit Mackenzi Lee


Hallo und herzlich Willkommen zu Tag vier unserer Blogtour zu dem wundervollen Roman Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans von Mackenzi Lee. Einige Tage der Blogtour liegen schon hinter uns und leider neigt sich das ganze so langsam dem Ende entgegen. Nichtsdestotrotz findet ihr hier den Tourplan, damit ihr alle Beiträge finden könnt!
Ich hatte die große Ehre und Freude die liebe Autorin zu interviewen und sie ein wenig persönlich kennenzulernen. 
Dieses Interview möchte ich nun mit euch teilen und ich hoffe, dass die eine oder andere Antwort euch interessieren, begeistern oder nachdenken lässt! :)


Hallo Mackenzi! Zunächst schon einmal vielen Dank, dass du mir dieses Interview gewährst. Fangen wir mit einer simplen Frage an: Würdest du dich in einigen Sätzen deinen deutschen Lesern vorstellen? Wer bist du? Wie würdest du dich selbst in fünf Worten beschreiben?

Gutentag, readers! (Did I do that right?) My name is Mackenzi Lee and I wrote Cavaliersreise, or The Gentleman's Guide to Vice and Virtue as it's known in English. I'm a writer and bookseller in Boston, Massachusetts in the United States. I also find myself impossible to sum up in five words, so how about instead I tell you five things I love? I love sweater weather, Diet Coke, Star Wars, talking fast, and my carefully curated closet of vibrantly patterned dresses.

Gutentag, Leser! (Habe ich das richtig gemacht?) Mein Name ist Mackenzi Lee und ich habe Cavaliersreise, oder wie man es im Englischen nennt The Gentleman's Guide to Vice and Virtue geschrieben. Ich bin Autorin und Buchhändlerin in Boston, Massachusetts in den Vereinigten Staaten. Ich halte es für unmöglich mich selbst in fünf Wörtern zusammenzufassen. Wie wäre es, wenn ich euch stattdessen fünf Dinge nenne, die ich liebe? Ich liebe Pulli-Wetter, Diät Cola, Star Wars, es schnell zu reden und meinen sorgfältig zusammengestellten Kleiderschrank an stark gemusterten Kleidern.

Fast richtig, wir sagen Guten Tag.  Und um ehrlich zu sein, könnte ich mich selbst auch nicht gut in fünf Worten beschreiben, das war eine etwas gemeine Frage...
Kommen wir zu deinem Buch: Cavaliersreise ist fiktiver historischer Roman mit verschiedenen realen und erdachten Elementen. Im Zentrum der Handlung steht natürlich die Grand Tour/Cavaliersreise. Bevor ich dein Buch gelesen habe, habe ich noch nie davon gehört und nun fühlt es sich für mich an, als hätte ich selbst eine unternommen. Weshalb hast du diesen Aspekt als Aufhänger für deine Geschichte gewählt? Und wie hast du überhaupt davon erfahren, dass es in der Geschichte Cavaliersreisen gab?

I first learned about the grand tour when I was in university. I was an assistant for a humanities class that taught European history through the idea of "if you were a young man on your grand tour of Europe, that would you have seen and what was its significance?" I had just come off my own Grand Tour of sorts - I did a year of my university abroad in England and had spent most weekends traveling around Europe. I think that's why the concept of the Grand Tour stuck with me when I learned about it - because I had just spent a year traveling and was dying to see more of the world, and I was so envious of the eighteenth century Grand Tourists who got to do it in such an extravagant way.

Ich habe zum ersten Mal von der Grand Tour gehört, als ich an der Universität war. Ich war Assistentin in einem geisteswissenschaftlichen Kurs, in welchem europäische Geschichte aus dem Blickwinkel "Wenn du ein junger Man auf deiner Grand Tour durch Europa wärst, was hättest du gesehen und was war dessen Bedeutung?" Ich kam gewissermaßen gerade von meiner eigenen Cavaliersreise - Ich hatte ein Auslandsjahr an einer englischen Universität verbracht und bin dort an den meisten Wochenenden durch Europa gereist. Ich denke, das ist der Grund weshalb das Konzept der Grand Tour bei mir hängen blieb, als ich davon erfuhr - weil ich gerade ein Jahr mit Reisen verbracht hatte und darauf brannte mehr von der Welt zu sehen und ich war so neidisch auf die Grand Touristen des achtzehnten Jahrhunderts, die ihre Reisen auf so extravagante Weise unternahmen.

Oh dieser Kurs klingt wirklich interessant! Auch wenn ich selbst nie wirklich meinen Geschichtsunterricht mochte... Dieses Fach hätte ich auch belegt!
Und wo wir schon bei deinen eigenen Reisen sind: Wenn du an einem der Reiseziele mit dem Trio ihren Aufenthalt verbringen könntest, welcher Ort wäre es und warum?

I basically plotted the book around my favorite places to travel in Europe, but my most favorite city is Venice. I've been obsessed with it since I was twelve years old ans read The Thief Lord by Cornelia Funke, which is set in Venice. When I finally got to travel there while in university, I fell even more in love. It's such a magical, sinking, decrepit, enchanting place that begs to be explored (and written about!)

Im Prinzip habe ich beim Plotten schon meine Lieblingsreiseziele in Europa einbezogen, aber meine liebste Stadt ist Venedig. Ich bin verrückt danach, seit ich zwölf Jahre alt war und Herr der Diebe von Cornelia Funke (was in Venedig spielt) las. Als ich endlich während meines Studiums dorthin reisen konnte, verliebte ich mich nur noch mehr. Es ist so ein magischer, untergehender, heruntergekommener, bezaubernder Ort, der danach verlangt, erkundet zu werden (und dass über ihn geschrieben wird!)

Ich selbst war noch nie dort, aber wenn du so davon schwärmst freue ich mich schon auf den Sommer, wenn ich zum ersten Mal selbst Venedig sehe! 
Was ich persönlich sehr an deinem Schreibstil mochte, war dass du eine Art Mittelweg zwischen unserer heutigen Sprache und der, des achtzehnten Jahrhunderts gefunden hast. Was war daran am schwierigsten oder herausforderndsten? Woher wusstest du, welche Worte in einer bestimmten Situation am besten passen?

Thank you! It's good to know that works in translation too because I worked very hard to balance the modern language and period vernacular in writing the book. Monty's voice made it especially tricky. But I hear so often from readers that they think historical fiction is boring or dry or inaccessible, so I wanted to make sure my language didn't feel this way. I wanted it to be compelling and relatable to modern readers to help them relate to the characters living in a different time period than them. I also think that the world may change, but people never really do - the Grand Tour can be considered in many ways the eighteenth century equivalent of a gap year - and clearly the 1700s folk also believed in the transformative power of travel in young people. So I wanted those universal sentiments to be expressed in the language too.

Danke! Es ist gut zu wissen, dass das auch in der Übersetzung klappt, denn ich habe wirklich hart daran gearbeitet ein Gleichgewicht zwischen der modernen Sprache und der Mundart der Epoche zu finden, in der das Buch spielt. Montys Ausdrucksweise machte es mir besonders schwer. Aber ich höre so oft von Lesern, dass sie historische Geschichten langweilig finden, oder trocken oder unzugänglich, also wollte ich sicherstellen, dass meine Sprache sich nicht so anfühlt. Ich wollte, dass es fesselnd und nachempfindbar für moderne Leser ist, um ihnen zu helfen sich in Charaktere hineinzuversetzen, die in einer anderen Epoche gelebt haben, als sie selbst. Ich denke auch, dass sich zwar die Welt verändern mag, aber nicht wirklich die Leute - die Grand Tour kann in vielen Wegen als ein Äquivalent des achtzehnten Jahrhunderts für ein freies Jahr gesehen werden - und auch die damalige Bevölkerung hat eindeutig an die verändernde Wirkung geglaubt, die das Reisen auf junge Leute hat. Ich wollte also diese universalen Meinungen auch in der Sprache ausdrücken.

www.mackenzilee.com

Das ist dir definitiv gelungen und es freut mich, dass es den Übersetzern so gut gelungen ist, diese Atmosphäre ins Deutsche zu übertragen. 
Um ehrlich zu sein: Als ich begann deinen Roman zu lesen, habe ich zunächst etwas ganz anderes erwartet. Besonders die fiktionalen Elemente (wie Panazeen oder die Alchemie im Allgemeinen) waren für mich ziemlich unerwartet, während ich diese mystische Seite der Geschichte inzwischen liebe. Wann und warum hast du dich dazu entschieden deinem Buch noch eine solche Seite zu geben? War das von Anfang an der Plan oder hat sich dieses Element gewissermaßen von selbst eingeschlichen?

I have always loved historical fantasy, though the books I most enjoy are heavy an the history and light on the fantasy, so I wanted the magic to have a light touch and be rooted in the superstitions of the 1700s. Alchemy was still in the vogue at the time ans something a lot people believed in. Many of the superstitions of the 1700s are what we'd think of as magical today.

Ich habe schon immer historische Fantasy geliebt, allerdings waren die Bücher, die ich am meisten mochte stärker auf die geschichtliche Seite fokussiert, als auf die fantastische. Ich wollte also einen Hauch von Magie und dass sie im Aberglaube des achtzehnten Jahrhunderts verwurzelt ist. Alchemie war zu dieser Zeit noch in Mode und etwas, an das viele Menschen geglaubt haben. Vieles, was wir heute für Magie halten, ist Aberglaube dieser Epoche.

Wie sieht es denn mit dir aus? Glaubst du an die fiktionalen Elemente, die sich in historischem Fantasy wiederfinden? Glaubst du Magie, Alchemie, ...?

I don't believe in it, but I am a religious person and have my own superstitions and faith, so I don't begrudge anyone who does believe in these sorts of things. However, a lot of the alchemical superstions of the 1700s have been disproved by science as patently false :)

Ich glaube nicht daran, aber ich bin eine religiöse Person und habe meinen eigenen Aberglauben und Glauben, also missgönne ich es niemanden, wenn er an solche Art Dinge glaubt. Auch wenn indessen viel alchemistischer Aberglaube des achtzehnten Jahrhunderts wissenschaftlich als offenkundig falsch widerlegt wurde.

In etwa jeden Tag wird über das Thema der Diversität gesprochen, vermehrt auch im literarischen Bereich. In Cavaliersreise greifst du mehrere verschiedene Herausforderungen/Anstrengungen auf, mit denen die Protagonisten konfrontiert werden: Homo-/Bisexualität, Behinderung, Rassismus, Feminismus, ... Warum hast du all diese Hürden in einem Buch zusammen gepackt? Und warum wolltest du über sie alle schreiben?

There was definitely a time I was worried I was trying to do too much! But in the end, I wanted to write about them because we often think of things like sexuality and feminism and disability as being modern issues that didn't exist in history, but they did! Studying the history of sexuality in particular was so fascinating to me. I wanted readers to know that "historical accuracy" doesn't mean everyone has to be white, straight, and abled. Queer people an disabled people and people of color have always existed and are very much a part of our history - their narratives just doesn't always get told.

Es gab definitiv eine Zeit, in der ich mich sorgte, dass ich zu viel tat! Aber letztlich wollte ich über diese Themen schreiben, weil wir oft denken, dass Sexualität und Feminismus und Behinderung moderne Probleme sind, die in der Historie nicht existiert haben, aber das haben sie! Besonders das Untersuchen der Geschichte der Sexualität war für mich faszinierend. Ich wollte den Lesern zeigen, dass "historische Korrektheit" nicht bedeutet, dass jeder weiß, heterosexuell und vermögend sein muss. Queere Menschen und benachteiligte Menschen und farbige Menschen sind ein großer Teil der Geschichte - Ihre Geschichten werden nur nicht immer erzählt.

Zum Abschluss noch eine letzte Frage: Kannst du dir vorstellen nach Deutschland zu kommen und vielleicht sogar eine Lesung zu veranstalten?

I would LOVE that! My grandmother is German, and I've been to Germany a few times and absolutely loved it. So if my publisher wanted to send me, I'd be over in a heartbeat - take it up with them :)

Das würde ich LIEBEN! Meine Großmutter ist Deutsche und ich war einige Male in Deutschland und habe es sehr geliebt. Wenn also mein Verlag mich haben will, wäre ich im nächsten Moment da - verhandle es mit ihnen :)

Mackenzi, vielen Dank für deine Zeit und deine wirklich spannenden Antworten! Ich hoffe wir werden noch viele Bücher von dir auch ins Deutsche übersetzt bekommen :)

Been so lovely to talk with you and thank you for the interview! <3

Es war sehr schön mit dir zu reden und danke für das Interview!


Ich hoffe, es hat euch ein wenig Spaß gemacht, mehr über die Gedanken der Autorin zu erfahren! Meine Rezension zu Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans findet ihr hier, und es sei schon so viel gesagt: Ich liebe es!

Und nachdem ich nun Mackenzi Lee mit Fragen gelöchert habe, kommt abschließend auch noch eine an euch:

Mackenzi Lee spricht in Cavaliersreise eine wirkliche Breite an Themen an, von Sexualität und Rassismus, über Feminismus und Behinderung, bis hin zu Freundschaft, Alchemie und Abenteuer. Und nicht zuletzt natürlich das Reisen. 
Wenn ihr AutorIn eines historischen Romans wäret, welche Elemente wären euch wichtig? Und natürlich auch: Warum gerade diese?

Wenn ihr diese Frage bis zum 16.04.2017 in den Kommentaren beantwortet, habt ihr die Gelegenheit eins von drei Exemplaren zu Cavaliersreise zu gewinnen. Für jede beantwortete Frage während der Blogtour könnt ihr genau ein Los sammeln. Alle weiteren Teilnahmebedingungen findet ihr hier. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch automatisch mit den Bedingungen einverstanden.


Die Gewinner werden am 17.04. auf dieser Seite bekannt gegeben und müssen sich innerhalb von einer Woche melden (siehe Teilnahmebedingungen).

Ich freue mich auf eure Antworten!
Alles Liebe,
Mareike